I
Manchmal bebt irgendwo in der Welt die Erde
Und so wie die Erschütterung durch deine Knochen reist,
Glaubst du hier mitten im Zentrum zu stehen,
Allein der Stille und Bewegungslosigkeit wegen,
Die dich umgibt, seit du hier ansässig bist
Und unterwegs auf den immer gleichen Wegen
Jede Bewegung erfahren musst von außen.
II
Die Erinnerung an Kleist ist ein Fremdpartikel
Das von der Autobahn kommt, im Parkhotel wohnt
Und schnell wieder verschwindet, als ein Gedanke
Der nicht hierbleiben will, so wie das Denkmal
Hier bleiben muss, das Geburtshaus hier bleibt
Und auch der Platz seines Namens
vom Unrat täglich gesäubert
Seinen Ort verfehlt hat.
III
Das Elend der Nacht beginnt zwischen zehn und elf
Wenn der Abend hoffnungslos zu Grunde geht
Wo die Grenzfahnen wehn und Mausolen stehen
Leer als Bar oder Kaffeehaus herum.
Dann ist guter Rat teuer und für kein Geld der Welt
Tanzen die verlorenen Feen dir den Tango mortale
Aus den Ballsälen der Erinnerung, die einsam
Verhimmelt in den über die Oder ziehenden Nebel
Dort wo der Horizont geschwärzt ist mit einem Bild
Das Porcelina dir zum Abschied in die Augen schreib
Als das Ende der Welt noch offen war und nicht hier
Auf dem Asphalt dieser Stadt schrieb seinen Namen.
IV
Ganz trocken und rauh
Wie eins Aspirin auf der Zunge
Als zeriebener Staub Bitternis erzeugt
Hat sie mich verpulvern lassen
Zwischen den Fleisch-Feilen und Schnaps
Ist nur der Staub kristallisierter Samen geblieben
Ein Wölkchen Freiheit, das auserkohren war
An der Fackelnaht ihres Schoßes zu explodieren.
Jetzt, da allles vorbei ist, hängt die Wanduhr
Schief und auch das Wasserglas ist leer
Wie das verweste Stück Hirn
Das mich erinnern sollte an Liebe
Denke ich und trinke einen Wodka
Der mich auch nicht wirklich weiterbringt
Als bis an die Tür mit dem Heideggerposter
Vor der die Oder fließt die faulen Gedanken
zurück an die See
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